Osteopathie - eine ganzheitliche und manuelle Therapie,
die der Diagnose und Behandlung von Funktionsstörungen
dient.
Eine der wichtigsten Grundlagen lautet: Alles Leben baut auf Bewegung auf.
Der Mensch lebt, solange er sich bewegt. Und damit sind nicht allein die sichtbaren
Bewegungen gemeint, sondern alles im menschlichen Körper besitzt eine
unwillkürliche Eigenbewegung: das Herz schlägt, der Darm führt peristaltische
Bewegungen während des Verdauungsvorganges aus, das Blut fließt, Nerven-
impulse werden gesendet und jede einzelne Zelle des Körpers “atmet”.
Im gesunden Körper besitzen alle Strukturen eine natürliche Beweglichkeit und
befinden sich im Gleichgewicht. Allerdings ist der Mensch von Geburt an vielen
Einflüssen ausgesetzt, die ihn aus dem Gleichgewicht bringen können: Stress,
Unfälle und Traumata, falsche Ernährung, Operationen, emotionale Belastungen,
Narben, Infektionen und vieles mehr. Gelingt dem Körper die Abwehr nicht,
kann der negative Einfluss die Beweglichkeit einzelner Körperstrukturen ein-
schränken, was dazu führt, dass deren gesunde Funktion beeinträchtigt wird. In
diesem Stadium spricht man von sogenannten Funktionsstörungen.
Unser Körper ist in der Lage, Funktionsstörungen eine Zeit lang zu kompensieren.
Deshalb nehmen wir sie in der Regel nur durch unspezifische Zeichen wie z.B. Un-
wohlsein, Verdauungsbeschwerden, Schmerzen, Schwellungen und häufigere Er-
kältungen wahr. Schulmedizinisch lassen sich Funktionsstörungen oft nur schwer
oder gar nicht diagnostizieren. Jedoch kennzeichnen sie oftmals den Beginn einer
Erkrankung. Denn ist der Körper überfordert und nicht mehr in der Lage, den
Funktionsverlust auszugleichen, wird der Mensch krank.
Die Bedeutung der Osteopathie liegt hier im Auffinden und
Behandeln der Ursachen der Beschwerden. Mit seinen ge-
schulten Händen ertastet der Osteopath die Blockaden von
Gelenken und Wirbelsäule, die erhöhte Spannung der Muskulatur
und die Fixationen von Organen, die zu den Funktionsstörungen
geführt haben. Durch gezielte Techniken löst er sie und bringt so
den Körper wieder ins Gleichgewicht.
© Osteopathie Ulrich 2011